Praktika und MiLoG

Bezüglich unserer Fragen hinsichtlich der Anwendung der MiLoG auf Praktika aus den Niederlanden nach Deutschland erhielten wir eine Antwort vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS). 

 

Wir haben die Reaktion von BMAS dem Zoll übersandt, der gleichfalls bestätigt hat, dass das MiLoG in diesen Situationen nicht angewendet werden muss. Dabei ist wichtig, dass die Kandidaten zur Zielgruppe gehören, die vom MiLoG ausgeschlossen ist. Sorgen Sie daher dafür, dass in Verträgen diese Zielgruppe deutlich benannt wird und stimmen Sie dies mit dem für Sie zuständigen Zoll ab. Es muss für jede einzelne Situation bewiesen werden, dass es sich tatsächlich um diese Kategorie handelt.

 

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Rapport grenzübergreifende Statistik

Grenzüberschreitender Arbeitsmarkt Niederlande - Niedersachsen

 

Im Rahmen des Dachprojektes Arbeitsmarkt Nord haben die Ems Dollart Region (EDR) in Kooperation mit dem Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) und dem Centraal Bureau voor de Statistiek (CBS), dem Statistikamt der Niederlande, einen Bericht zum Arbeitsmarkt in der Grenzregion Niedersachsen – Niederlande erstellt.

 

 

 

Wichtige Ergebnisse in Kürze sind: 

  • Die Altersstruktur der Bevölkerung in den Grenzgebieten ist vergleichbar. 
  • Im niederländischen Grenzraum leben mehr Hochqualifizierte. Frauen erlangen öfter hohe Qualifikationsniveaus.
  • Die Erwerbstätigenquoten beiderseits der Grenze unterscheiden sich kaum. In der niedersächsischen Grenzregion sind weniger Menschen erwerbslos.
  • Der Anteil der Teilzeitbeschäftigten, der befristet Beschäftigten und der Selbstständigen ist im niedersächsischen Grenzgebiet geringer als im niederländischen. 
  •  In den Niederlanden gibt es deutlich mehr Studierende mit deutscher Staatsangehörigkeit als niederländische Studierende in Niedersachsen.
  • Die Zahl der grenzüberschreitenden Pendlerinnen und Pendler ist marginal. 

Den vollständigen Bericht finden Sie hier

Zweite GrenzPraxis bei Bauunternehmen Günter Terfehr

Bei unserer zweiten und gut besuchten GrenzPraxis waren wir mit einer Gruppe von deutschen und niederländischen Arbeitsvermittlern und Arbeitgeberbetreuern von der UWV, Arbeitsagentur, Jobcentern, Wirtschaftsförderung und Gemeenten zu Gast bei dem Bauunternehmen Günter Terfehr, einem Familienbetrieb in Rhede nahe der niederländischen Grenze. Günter und Agnes Terfehr haben in den achtiger Jahren den Schritt in die Selbständigkeit gewagt und sind inzwischen Arbeitgeber von 100 Mitarbeitern in verschiedenen Unternehmen der Baubranche. Der Übergang in die zweite Generation ist vollzogen: inzwischen leitet ihr Sohn Gerrit Terfehr die Unternehmensgruppe.

 

Durch die Präsentation und einen Rundgang über das Gelände erhielten wir einen guten Eindruck von der Tätigkeit und der Begeisterung mit der die Unternehmensgruppe in der Grenzregion aktiv ist. Neu- und Umbauten werden in Deutschland und den NIederlanden betreut. Das Betriebsmotto Motto "Willkommen Zuhause" gilt nicht allein für die Kunden, auch Mitarbeiter profitieren von einer ganzen Reihe von betrieblichen Sozialleistungen: Betriebliche Gesundheitsförderung und Betriebssport, Familienfeste, Sprachkurse Niederländische  um nur einiges zu nennen. Über die Jahre wurde viel grenzübergreifende Erfahrung aufgebaut und so sind inzwischen auch mehrere Niederländer beschäftigt. Auch weiterhin besteht Personalbedarf:  in den einzelnen Betrieben der Unternehmensgruppe ist man laufend auf der Suche nach Verstärkung durch niederländischen Fachkräfte. Gerade in der Ausrichtung auf niederländische Bauten  ist ein grenzübergreifendes Team von großem Wert.

 

Ein positives Beispiel von einem kunden- und mitarbeiterorientierten Arbeitgeber, der in der gesamten Grenzregion aktiv ist und das Nachbarland als Chance sieht. Wollen Sie mehr über Günter Terfehr und seine Erfahrungen in der Grenzregion wissen? Oder wollen Sie sich bewerben? Dann nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf!

 

Die nächste GrenzPraxis findet im Februar 2017 statt.

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Grenzpraxis

Es wird viel über Chancen, Zusammenarbeit und die Möglichkeiten im Grenzgebiet, die auch vorhanden sind, gesprochen. Mit ´Grenzpraxis` zeigen wir die Möglichkeiten auf und gehen auf Betriebe zu, die sich in der Praxis mit Grenzarbeitern, Studenten und Unternehmen im Grenzgebiet beschäftigen.

 

Seitens der ersten ´Grenzspraxis` waren wir bei der Lebenshilfe Leer zu Gast. Ein großartiger Betrieb mit der sozialen Einstellung, Menschen mit einem Handicap auf ihrem Lebensweg zu begleiten, zu unterstützen und zu fördern, um damit einen wesentlichen Beitrag zum Betriebsleben zu liefern.

 

Von der Lebenshilfe Leer wurden wir herzlich empfangen und erfuhren, was sie wie machen. Es arbeiten dort rund 300 MitarbeiterInnen (worunter viele GrenzarbeiterInnen sind) und bieten weiteren 860 Menschen einen Arbeitsplatz an verschiedenen Arbeitsstätten, worunter sich eine Schneiderei, ein Metallbetrieb, eine Gärtnerei und ein holzverarbeitender Betrieb befinden. Ein interessantes DetaiL: Der holzverarbeitende Betrieb hat den Wegweiser des ´GrenzInfoPunkt EDR´ produziert und aufgestellt. Während der Betriebsbesichtigung konnten wir uns über die verschiedenen hergestellten Produkte informieren. Die Küche und die hauswirtschaftliche Abteilung bereitet wöchentlich rund 15.000 unterschiedliche Mahlzeiten für verschiedene Betriebe, Schulen und Privatpersonen in der Region zu.

 

Es arbeiten dort niederländische Grenzarbeiter und die Lebenshilfe Leer sucht weitere (niederländische) MitarbeiterInnen. Durch die Lebenshilfe Leer wird der Arbeit im Grenzgebiet zum Beispiel durch niederländische Flyer und einem niederländischen Informationsfilm für Studenten,  stets mehr Aufmerksamkeit gwidmet.

Wenn Sie Interesse bei der Lebenshilfe Leer zu arbeiten, dann nehmen Sie bitte Kontakt auf.

 

Die nächsten Grenzpraxis finden nach dem Sommer statt. Nähere Informationen und das Programm folgen.

Mehr Ausbildungsplätze als Bewerber

Im Emsland gibt es deutlich mehr Ausbildungsplätze als Bewerber. Diese Zwischenbilanz konnte Erster Kreisrat Martin Gerenkamp jetzt im Rahmen einer Sitzung der Berufsausbildungskommission ziehen, in der die Ergebnisse der Zweitbefragung vorgestellt wurden. So stehen insgesamt 292 unversorgten Jugendlichen aktuell 1.732 offene Stellen gegenüber. Die Zahl der Schulabgänger in der Region liegt in diesem Jahr bei 7.560 Jugendlichen (2015: 7.344). Die Ergebnisse der Drittbefragung werden in einer weiteren Sitzung der Berufsausbildungskommission im September präsentiert.